Nullfünfer triumphieren bei den Deutschen Altersklassen Meisterschaften im hohen Norden

Mit vier Gold-, zwei Silber- und einer Bronzemedaille im Gepäck kehren die Würzburger zurück

Der 8. GEWOBA City Triathlon lockte viele Triathleten in den Norden von Deutschland. Zum ersten Mal wurden in Bremen die Deutschen Meister der Altersklassen über die Sprintdistanz ermittelt. Unter den 202 Teilnehmern befanden sich gleich sieben Nullfünfer. Im Europahafen galt es zuerst 750 Meter in einem Viereckskurs im 23 °C warmen Wasser zu schwimmen. Anschließend mussten die Athleten auf zwei Runden insgesamt 20 Kilometer durch die Überseestadt auf einer flachen und schnellen, aber sehr windanfälligen Strecke mit dem Rad bewältigen. Danach folgte ein 5 Kilometer Lauf entlang der Weser und wieder zurück zum Europahafen.

Die weite Anreise hat sich für die Nullfünfer mehr als gelohnt. Zuerst fiel der Startschuss für die Männer. Wie bereits bei den Deutschen Altersklassen Meisterschaften über dieselbe Distanz im vergangenen Jahr konnte der ehemalige Schwimmer Markus Klinder nach der ersten Disziplin zunächst die Führung übernehmen. Auch beim Radfahren und Laufen zeigte der frisch gebackene zweifache Deutsche Militärmeister gute Leistungen und musste sich in der Gesamtwertung nach 1:00:37 Stunden nur dem Sieger Alexander Brennecke vom SV Nienhagen geschlagen geben und sicherte sich in der Altersklasse TM25 die Deutsche Vizemeisterschaft. Julian Müller wechselte nach einem soliden Schwimmen auf dem 9. Platz liegend auf das Fahrrad und startete beim Radfahren und Laufen mit seiner Aufholjagd. Nach 1:00:37 Stunden lief er Hand in Hand mit seinem Teamkollegen Klinder über die Ziellinie und konnte sich in der TM20 zudem seinen ersten Deutschen Meistertitel seiner Triathlonlaufbahn sichern. Yannis Hippe spielte beim Radfahren seine Stärke aus und verpasste mit 1:02:13 Stunden den Bronzerang der TM20 nur um 18 Sekunden. In der Gesamtwertung schaffte er mit dem 9. Platz aber noch den Sprung in die TOP 10. Carl Sommer kam bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft nach 1:04:03 Stunden auf einem beachtlichen 10. Platz in der TM20 (26. Gesamtrang) ins Ziel. Julius Jähn nutzte den Wettkampf verletzungsbedingt als verspäteten Saisoneinstieg. Mit dem 13. Platz in der TM20 und dem 30. Platz von allen Männern in einer Zeit von 1:05:31 Stunden zeigte auch er eine gute Leistung. Durch die starken Einzelleistungen konnten sich Klinder, Müller und Hippe zudem in der Teamwertung der TM16/20/25 den Deutschen Meistertitel sichern.

Auch die beiden Würzburger Damen Eleisa Haag und Lisa Heinrichs konnten je eine Medaille mit nach Hause nehmen. Heinrichs zeigte sich im Schwimmen weiterhin verbessert und stieg bereits auf Platz 6 liegend auf ihr Fahrrad. Beim Laufen konnte sich die Titelverteidigerin der TW25 noch auf den 4. Gesamtrang vorschieben und sich nach 1:08:46 Stunde in diesem Jahr über die Silbermedaille in der TW25 freuen. Haag gelang ebenfalls ein gutes Rennen. Vor allem im Laufen konnte sie wieder einige Plätze gut machen und lief nach 1:11:02 Stunden als 9. Frau in der Gesamtwertung über die Ziellinie. Damit sicherte sie sich in der TW20 die Bronzemedaille.

 
 
Zeitgleicher, gemeinsamer Zieleinlauf von Markus Klinder und Julian Müller (beide Platz 2 Gesamtwertung)
Foto: Horst Heinrichs
 
 
Yannis Hippe, Markus Klinder und Julian Müller bei der Siegerehrung Teamwertung TM16/20/25
Foto: Horst Heinrichs

 

 
von links: Julius Jähn, Lisa Heinrichs, Carl Sommer, Markus Klinder, Yannis Hippe, Eleisa Haag und Julian Müller
Foto: Horst Heinrichs
 


 

Anine Hell Zweite an der Ostsee

Die gebürtige Schleswig-Holsteinerin Anine Hell, die seit fünf Jahren für den SV Würzburg 05 startet, belegte am vergangenen Wochenende den zweiten Platz im Mitteldistanz-Rennen im Rahmen des Ostseeman in Glücksburg. „Es ist wirklich eine wunderschöne Stimmung hier. Die Veranstaltung ist sehr persönlich und familiär organisiert“, schwärmt Hell von ihrem Heimat-Rennen, „beim Ostseeman sind die Athleten der Lang-und Mitteldistanz dem Publikum sehr nah und Jeder kennt hier Jeder“. Auch ist es ein Triathlon in seiner ursprünglichen Form: Massenstart ins Meer, eine kurvig, anspruchsvolle Radstrecke und Laufrunden mit verschiedenen Passagen, die gut navigiert werden müssen.

Hell ging als Favoritin ins Rennen und wurde mit einer Zielzeit von 4:24:00 Stunden zweite Dame in der Gesamtwertung. Zusammen mit Profi-Kollegin Leonie Konzcalla aus Hamburg deklassierte sie den Rest der Konkurrenz nach dem Laufen deutlich. „Leider habe ich meine Beine erst nach 50 km Renndistanz gefunden. Leonie hat auf dem Rad gewaltig Druck gemacht und im Laufen damit nicht aufgehört. Dennoch bin ich sehr zufrieden mit meinen Leistungswerten, die ich im Vergleich zur Mitteldistanz am Walchsee in Tirol Anfang Juli nochmals verbessern konnte. Außerdem freut es mich, dass so viele tolle Frauen diesem Sport mit derartigen Ambitionen nachkommen in meiner Heimat“, freut Hell sich nach dem Rennen. Die Konkurrentinnen Hell und Konczalla treffen am 18. August beim Allgäu Triathlon bereits wieder aufeinander und werden sich sicherlich wieder ein heißes Rennen um die Podestplätze liefern.

Foto: Momme Hell 


 

 

Zimmermann mit Streckenrekord in Frankfurt

Nach einer nur kurzen Verschnaufpause seit ihrem letzten Rennen, ging es für die Profi-Triathletin Laura Zimmermann in die Vorbereitungen, und somit konzentriertes Langdistanztraining für die zweite Saisonhälfte. Nach einem Umfangblock mit kurzer Erholungsphase war für die für den SV Würzburg 05 startende Triathletin das Rennen über die Mitteldistanz beim Frankfurt City Triathlon eine gute Standortüberprüfung, die ihren Trainer Utz Brenner und die Sportlerin sehr positiv stimmen.

Zu bewältigen waren 2 km Schwimmen im Langener Waldsee, 80 km Radfahren, wobei viermal eine relativ flache Strecke von 20 km gefahren werden musste und 20 km Laufen (vier abwechslungsreiche, stimmungsgeladene Runden von jeweils fünf km durch die Innenstadt Frankfurts). Der City Triathlon Frankfurt findet mit verschiedenen Distanzen seit 2010 jährlich statt und erfreut sich mit mittlerweile 2.500 Teilnehmern zunehmender Beliebtheit.

Bei idealen Wetterbedingungen hatte Laura Zimmermann einen guten Tag erwischt. „Ich fühlte mich das ganze Rennen über gut,“ meinte die Triathletin vom SV Würzburg 05 nach dem Rennen und „richtig zufrieden war ich diesmal mit meiner Schwimmleistung.“ Das intensivierte Freiwasser-Training machte sich bezahlt. So konnte sie mit einer Zeit von 00:31:51 die Abstände auf die bekannt sehr starken Schwimmerin Anna-Lena Pohl und Natascha Schmitt verringern und stieg als Vierte mit knapp unter vier Minuten auf die Führende aus dem Wasser. Noch besser lief es dann beim Radfahren. Bereits nach 25 km hatte sich Laura auf Platz eins vorgearbeitet und konnte die zu dieser Zeit in Führung liegende Anna-Lena Pohl überholen. Nach einer überragenden Leistung auf dem Fahrrad mit einer Zeit von 1:55:44 h und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 40 km/h ging sie schließlich als Führende mit einem guten Puffer von 6:30 Minuten auf die abschließende Laufstrecke. Auch beim Laufen ließ sie nicht locker, schaffte die schnellste Laufzeit von 1:18:39 h und brachte den Sieg mit einer Gesamtzeit von 03:52:08 h und neuem Streckenrekord sicher ins Ziel. Zweite wurde Anna-Lena Pohl mit einer Zeit von 03:58:07 h, Dritte Lisa Gerß mit 04:00:25 h.

Nach einer zweiwöchigen Erholungspause nach dem Langdistanz-Rennen beim Ironman Austria mit nur leichtem Training zur aktiven Erholung, lief es für Zimmermanns Vereinskollegen Lukasz Wojt nicht ganz so optimal. „Trotz einem Ironman, vier Mitteldistanzen und zwei olympischen Triathlons innerhalb der vergangenen 11 Wochen lief das Rennen in Frankfurt eigentlich recht solide“, resümierte Wojt sein Rennen, „nur konnte ich in allen drei Disziplinen nicht vom vierten in den fünften oder gar sechsten Gang schalten, was wohl ein Zeichen ist, dass der Körper doch noch nicht wieder ganz frisch ist.“ Dennoch stand für Wojt nachher ein sehr guter zweiter Platz zu Buche. Beim Schwimmen kam Wojt bereits nach 23:08 Minuten aus dem Wasser und konnte auch beim Rad-Teil in Führung bleiben. Erst beim abschließenden Lauf musste er die Führung an den späteren Sieger Horst Reichel (3:29:10 h) abgeben. Wojt kam in 3:30:20 h nur 50 Sekunden nach Reichel ins Ziel. Das Podium komplettierte Marc Eggeling (3:33:23 h).

Foto: Marcel Hilger


 

 

Solider Auftritt der Bayernligamannschaften in Hof

Das dritte von vier Bayernliga-Rennen fand dieses Jahr im oberfränkischen Hof statt. Während bei der zweiten Station in Erding eine olympische Distanz mit Windschattenverbot zu absolvieren war, galt es in Hof, eine Sprintdistanz mit Windschattenerlaubnis (0,75/21,4/5) zu bewältigen, ein Format, das guten Schwimmern und Läufern eher entgegenkommt als guten Radfahrern.

Das Männerteam des SV Würzburg 05 ging in der Besetzung Andreas Lassauer, Alexander Feldhaus, Marcus Wieser und Johannes Oberbüchler an den Start. Der ehemalige Hawaii-Starter Lassauer schloss das Rennen in einer Zeit von 1h 04min ab und konnte als Neunter die beste Einzelplatzierung der Würzburger Athleten erzielen. Alexander Feldhaus belegte den 26. Platz, Wieser den 45. und Oberbüchler den 52. Platz. In der Gesamtwertung konnte sich das Herrenteam des SV Würzburg 05 damit auf Rang neun im Mittelfeld platzieren.

Im Damenteam der Würzburger begaben sich Faye Wagenbrenner, Anika Oberbüchler, Anna Zöller und Flora Brückner auf die Hofer Wettkampfstrecke. Wagenbrenner erreichte mit einer Zeit von 1h 16min als erste Würzburgerin das Ziel, womit ihr der Sprung unter die Top-10 gelang. Ihre Teamkolleginnen folgten auf den Plätzen 16 (Oberbüchler), 22 (Zöller) und 29 (Brückner). Das Team landete dank dieser Leistungen auf einem sehr zufriedenstellenden fünften Platz. Nächste und letzte Station der Nullfünfer wird der Triathlon in Beilingries in zwei Wochen sein.

Von links nach rechts: Flora Brückner, Marcus Wieser, Alexander Feldhaus, Anna Zöller, Faye Wagenbrenner, Andreas Lassauer, Annika Oberbüchler, Johannes Oberbüchler.
Foto: Anja Pröschl


 

Nullfünfer erfolgreichster Verein beim Hofheimer Triathlon

4 Gesamtsiege, 2 weitere Podiumsplätze und 4 unterfränkische Meistertitel gehen nach Würzburg

Die Jubiläumsauflage des Hofheimer Triathlon war für die Nullfünfer ein voller Erfolg. Bereits zum 30. Mal richtete der TC Hofheim den familiären Triathlon mit einem neuen Teilnehmerrekord aus. Unter ihnen befanden sich gleich 17 Nullfünfer. Die Athleten konnten über die Sprint-, Kurz- oder Mitteldistanz an den Start gehen. Geschwommen wurde im Ellertshäuser See, ehe die Radstrecke die Athleten nach Hofheim führte. Dort fand der abschließende Lauf auf dem Radweg nach Reckertshausen und wieder zurück nach Hofheim statt. Wie in den vergangenen Jahren war es auch in diesem Jahr wieder sehr warm, wovon sich die Würzburger aber nicht beirren ließen. 

Die Sprintdistanz konnte Lisa Heinrichs für sich entscheiden. Lara Pröschl belegte den 4. Platz. Den Würzburger Männern gelang mit Julian Müller auf dem 1. und Markus Klinder auf dem 2. Platz sogar ein Doppelerfolg. Die Staffel „Two and a half girls“ mit Amelie Biere, Joar Staab und Anna Zöller schafften mit dem 3. Platz auch den Sprung aufs Podium.

Der Sieger über die Kurzdistanz bei den Männern kam mit Markus Unsleber ebenfalls vom SV Würzburg 05. Darüber hinaus gelangen Jonas Kreckel und Sebastian Reinhard mit dem 5. und 6. Platz zwei weitere TOP 10 Ergebnisse. Es folgte Andi Mergler auf dem 13. Platz. Andrzej Fuchs belegte den 18. Platz, Werner Teufel überquerte auf dem 25. Platz und Tim Stelzer auf dem 27. Platz die Ziellinie. Auf dieser Distanz wurden zudem die unterfränkischen Meister ermittelt. Mit Markus Unsleber in der M40, Jonas Kreckel in der M18, Sebastian Reinhard in der M25 und Andi Mergler in der M50 wurden gleich vier unterfränkische Meistertitel an die Nullfünfer vergeben.

Tobias May siegte über die Mitteldistanz. Alexander Feldhaus und Armin Tollmann belegten die Plätze 9 und 39.

von links: Tobias May, Markus Unsleber, Julian Müller, Lisa Heinrichs, Markus Klinder, Sebastian Reinhard, Anna Zöller, Alexander Feldhaus, Amelie Biere, Joar Staab
Foto: Timo Kühl
 

 

 

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