Von Wertheim über Paris an die Weltspitze

Johannes Moldan geht in seine dritte Saison als Triathlon-Profi und hat ein große Karriere vor Augen

"Als Kinder“, erzählt Christel Moldan halb ernst, halb scherzhaft, „haben wir unsere Jungs zum Kickboxen geschickt, damit sie sich besser verteidigen konnten, weil sie oft verkloppt wurden. Ansonsten war gerade Johannes ein Sportmuffel.“ Ob es heute auf dem Schulhof anders zugehen würde? Der kleine Johannes ist mittlerweile 192 Zentimeter groß, sein Haar vom Training im Freien gebleicht, seine Haut aus dem gleichen Grund gebräunt. Fett sucht man an seinem durchtrainierten Körper vergeblich. Doch mit Kickboxen hat der Wertheimer nichts mehr am Hut. Das zweite der fünf Kinder der Moldans ist einer der aufstrebenden Triathleten Deutschlands, der zwar mit 25 noch am Anfang seiner Karriere steht, im Jahr 2013 aber bereits seine dritte Saison als Profi absolviert.


Siegen macht süchtig

Johannes kommt locker daher, lächelt meist und hat immer einen kessen Spruch auf den Lippen. Die Strapazen seines Berufes sieht man ihm nicht an, seine positive Einstellung hingegen schon. „Die Motivation kommt von ganz alleine. Es ist einfach ein geiles Gefühl, nach so einem harten Wettkampf als erster über die Ziellinie zu laufen. Das macht süchtig“, erklärt Moldan, dessen bisheriger Karrierehöhepunkt der Sieg beim Triathlon in Monaco 2011 war. Bemerkenswert für einen Sportler, der sich erst seit 2008 in dieser Disziplin versucht. „Als ich Kickboxen gemacht habe, wurde mir irgendwann klar, dass mir das nicht reichte. Ich fing an, die 10 Kilometer zum Training zu laufen, fuhr Mountainbike und merkte, dass mir der Ausdauersport Spaß machte“, erklärt Moldan.

Den Knackpunkt stellten schließlich das Rennrad dar, dass ihm sein Onkel schenkte – und eine Fahrradreise mit einem Freund nach Paris zu Frohleichnam 2007: „Das war schon ein wenig verrückt. Wir sind pro Tag zwölf Stunden gefahren und legten die Strecke in zweieinhalb Tagen zurück. Auf der Rückfahrt im Zug reifte dann in mir der Entschluss, mit Triathlon zu beginnen.“ Gesagt, getan – auch wenn Moldan eigenen Angaben nach anfangs keine 25 Meter problemlos schwimmen konnte. „Das Schwimmen ist immer noch meine schwächste Disziplin, auch wenn ich dort schon extreme Fortschritte gemacht habe“, weiß Moldan, der für den SV 05 Würzburg an den Start geht und in der Trainingsgruppe von Stefan Lurz an seinem Handicap arbeitet. Schließlich warten über die mittlere Distanz zwei Kilometer im kühlen Nass auf die Athleten, gefolgt von 90 Kilometer auf dem Fahrrad und 21,1 Kilometer auf der Laufstrecke.

Dass trotz der guten Fortschritte nicht immer alles nach Plan läuft, weiß auch Moldan realistisch zu beurteilen: „Mit dem letzten Jahr war ich nicht so zufrieden. Ich hatte die ganze Zeit mit Hüftbeschwerden zu kämpfen. Im Moment befinde ich mich noch in der Lernphase, gerade was die Taktik und die Einteilung der Kräfte im Rennen angeht. Die Konstanz ist einfach noch nicht da aber es gibt eben Erfahrungen im Grenzbereich, die man einfach machen muss.“

Arbeiten im Geschäft der Eltern

Besonders viel lernen kann Moldan in der Trainingsgruppe von Lubos Bilek, der u. a. auch andere deutsche Spitzen-Triathleten betreut wie Andreas Böcherer oder Sebastian Kienle. Von ihm bekommt der Orthopädieschuhtechniker, der ein paar Stunden in der Woche im Geschäft seiner Eltern arbeitet, den Trainingsplan vorgegeben. Unterstützt wird der Triathlon-Profi dabei vor allem von seiner Freundin, die ihn bei den Wettkämpfen begleitet – wenn es die Entfernung zulässt im Caravan des Sponsors. „Klar ist das manchmal anstrengend, aber sie steht hinter mir und hält mir den Rücken frei“, so Moldan, der seinen Sport hauptsächlich über Sponsoren finanziert. Sich nur auf die Siegprämien zu verlassen wäre ohnehin eine zu riskante und magere Einnahmequelle.

Vielleicht sieht es in ein paar Jahren aber schon anders aus: „Seit ich den Sport betreibe, geht es mit den Teilnehmerzahlen beim Triathlon und auch mit der Qualität steil bergauf. Das spürt man auch an steigenden Siegprämien“, berichtet Moldan, der pro Woche 25 bis 35 Stunden in sein Training investieren muss.

Auch beim Triathlon kommt man nicht umhin, das Thema Doping zu thematisieren, nachdem im Radsport schon seit Jahren nicht mehr die faire Leistung im Blickpunkt steht. „Wir müssen uns nichts vormachen – in jedem Ausdauersport gibt es Probleme mit Doping. Ich glaube aber, dass es im Triathlon recht Wenige tun, auch wenn ich meine Hand nicht für Andere ins Feuer legen möchte. Schwarze Schafe gibt es überall“, äußert sich Moldan dazu und weiß auch ganz genau, wie es sich anfühlt, auf unfairem Weg zu verlieren: „Es gab schon einen konkreten Fall, als ich bei einem Rennen Zweiter wurde und der Sieger später des Dopings überführt wurde. Da fühlt man sich schon betrogen – um Preisgelder und um die Aufmerksamkeit der Sponsoren.“

Herausforderung Hawaii

Gerade die könnten in dieser Saison so richtig aufmerksam auf Moldan werden, der die beiden ersten Wettkämpfe in Nürnberg und im Kinzigtal bereits gewonnen hat. „Ich fühle mich topfit und brenne darauf, Wettkämpfe zu bestreiten“, sprüht der junge Triathlet vor Schaffensfreude. Mit 25 hat er noch genug Zeit, sich in Szene zu setzen. „Man weiß nie, was kommt und es gehört auch ein wenig Glück dazu, aber wenn möglich möchte ich bis 40 auf hohem Niveau tätig sein. Der Ironman auf Hawaii ist auf jeden Fall ein Ziel von mir und ich denke schon, dass ich das Zeug habe, irgendwann in der Weltspitze zu landen“, gibt sich Moldan zuversichtlich und wird auch weiterhin die Welt an seiner Karriere teilhaben lassen. Auf seiner Homepage veröffentlicht er nämlich Berichte von allen seinen Wettkämpfen in lockerem Stil. „Das kommt ganz gut an und wird viel gelesen. Am Ende der Saison lass ich es auch binden und gebe es als Buch raus“, erklärt Moldan, der in den nächsten Jahren auf die Langstrecke wechseln möchte. Sollte er es tatsächlich in die Weltspitze schaffen – er wird es uns wissen lassen. Das Zeug dazu scheint er zu haben.

Quelle: Main-Post

  Hat noch Großes vor:
Johannes Moldan aus Wertheim will ein Weltklasse-Triathlet werden. Mit 25 steht er noch am Anfang seiner Karriere.
Text und Foto: Stephan Rinke

 


 

Da machen wir halt mal einen Duathlon…

Auch dieses Wochenende waren die Regionalliga-Triathleten des SV Würzburg 05 wieder im Einsatz. Das Rennen fand in Oberschleißheim auf der Ruderregatta Strecke statt und sollte eigentlich auf 2 Tage verteilt werden. Leider kannte Petrus wieder keine Gnade und die Athleten mussten gegen Dauerregen und Kälte kämpfen.

Am Ort der olympischen Spiele von 1972 mussten die Damen und Herren eine Staffel absolvieren. Dabei sollte eigentlich jeder einen Minitriathlon absolvieren, ehe er den Staffelstab weiter gibt. Da die Wasser Temperatur jedoch zu gering war, wurde kurzerhand ein Duathlon mit 3 km Laufen, 10 km Rad, 1,5 km Laufen ausgetragen.

Die Damen landeten in der Besetzung Sarah Aufmkolk, Melanie Sulzer, Sophie Vorschneider und Anine Hell auf Rang 8. Noch besser lief es bei den Herren, die in einem dramatischen Rennen mit Felix Hohm, Michael Kalus, Tobias May, Markus Unsleber und Tobias Heining auf dem zweiten Platz landeten und somit nur drei Sekunden vor den schärfsten Konkurrenten aus Memmingen waren.

Die für Sonntag geplante Mannschaftsverfolgung fiel aufgrund des starken Unwetters in Südbayern sprichwörtlich ins Wasser und wurde, auch um die Gesundheit der Athleten nicht zu gefährden, abgesagt.

Ein Grund zur Freude gab es noch für die Damen, denn wie sich rausstellte, waren in der Vorwoche beim Rennen in Nürnberg einige Konkurrenten zu wenig geschwommen und so wurde den Würzburgerinnen nachträglich noch der dritte Platz zugesprochen.

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Regionalligamannschaften erfolgreich beim Saisonauftakt in Nürnberg

Bei frostigen 6°C und Dauerregen fiel am Sonntag, den 26.5.13, in Nürnberg der Startschuss zum Ligaauftakt der Triathleten des SV Würzburg 05.
 
750m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen hatten die Athleten der Damen- und Herren-Regionalligamannschaften zu bewältigen. Obwohl zahlreiche Mannschaften den Start aufgrund der äußerst schwierigen Wetterbedingungen absagt hatten, gingen zunächst die vier Würzburgerinnen an den Start und konnten das Rennen erfolgreich mit Platz 4 beenden.
Anschließend konnten die Männer ihren Trainingsfleiß der letzen Monate unter Beweis stellen. Sie überzeugten mit einem hervorragenden 2. Platz in der Teamwertung und mussten sich nur dem TV Memmingen geschlagen geben. Hervorzuheben ist noch Johannes Moldan der souverän das Regionalliga-Rennen mit einer Minute Vorsprung in 1:00:29 h gewann.
 
Der nächste Wettkampftermin ist schon am kommenden Wochenende das Team- und Staffelrennen in Oberschleißheim bei hoffentlich angenehmeren Außenbedingungen.

 

Einzelergebnisse Regionalliga Damen:

    Platzierung   
  Anine Hell 4.           
  Sarah Aufmkolk 16.  
  Sophie Vorschneider 17.  
  Anja Erlach 22.  

 

 von links: Anja Erlach, Sophie Vorschneider, Anine Hell, Sarah Aufmkolk

 

Einzelergebnisse Regionalliga Herren:

    Platzierung   
  Johannes Moldan  1.  
  Tobias Heining  5.         
  Felix Hohm  8.  
  Markus Unsleber  20.  
  Michael Kalus  30.  

 

 

 von links: Felix Holm, Tobias Heining, Johannes Moldan, Markus Unsleber, Michael Kalus

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Landesliga Nord in Burgkunstadt

Trotz schlechter Wetterprognosen fand der Triathlon in Burgkunstadt am Pfingstsonntag planmäßig statt. Aufgrund der niedrigen Wassertemperatur von nur 15°C mussten die Ausrichter aber gemäß Sportordnung die Schwimmstrecke auf 1000m verkürzen, außerdem bestand Neoprenpflicht. Insgesamt kam das den Athleten des SV Würzburg 05 entgegen. Die Neoprenpflicht hat sich spätestens nach dem ersten Wasserkontakt kurz vor dem Schwimmstart als durchaus zweckmäßig erwiesen. Die Strategie bestand darin, den Main so spät wie möglich zu betreten und so schnell wie möglich wieder zu verlassen, um ein Auskühlen zu verhindern.

Die fünf Würzburger Triathleten zeigten eine solide Vorstellung. Beim ersten Wechsel befand sich das junge Team noch recht nahe beieinander und lag sehr gut im vorderen Drittel des Starterfeldes von knapp 200 Teilnehmern. Der anschließende 40km-Radkurs war wellig und anspruchsvoll. Das hügelige Profil sorgte dafür, dass sich das Feld neu sortierte. Florian Höfer musste wegen einer Reifenpanne aufgeben und fiel damit für die Mannschaftwertung aus. Die Stimmung der Zuschauer bei den Hotspots der Radrunde und das starke Teilnehmerfeld sorgten dafür, dass das Tempo durchwegs sehr hoch war.

Nach einem flotten Wechsel zur dritten Disziplin galt es, zehn schnelle, flache Laufkilometer nach Weismain zu bewältigen. Hier wurde hart bis zum Zieleinlauf gekämpft.

Schlussendlich kamen die drei schnellsten SV05-Teilnehmer in die Mannschaftswertung, die sich am Ende wie folgt darstellte:
1. Team ARNDT (06:01:29) 2. TriTEAM SSKC Aschaffenburg (06:13:30) 3. IfA Nonstop Bamberg (06:21:17) 4. SV Würzburg 05 II (06:35:21) 5. TSV Höchstadt/Aisch (06:43:42) 6. TV 06 Thalmässing (06:44:19) 7. TSG Roth (06:46:23) 8. SV Bayreuth Triathlon (06:51:32) 9. Rewag TriTeam ATSV Kallmünz (07:04:28) 10. Team Icehouse e.V. (07:15:38).

Die Würzburger Triathleten erzielten dabei folgende Einzelleistungen: Tobias May (Platz 17, 02:07:47), Maximilian Frey (Platz 29, 02:12:37), Robert Vorschneider (Platz 31, 02:12:57), Florian Habenstein (Platz 97, 02:32:18).

 

 

Team der 2. Mannschaft des SV Würzburg 05 beim Triathlon am Pfingstsonntag in Burgkunstadt.
V. l. .n. r.: Florian Habenstein, Maximilian Frey, Robert Vorschneider, Tobias May, Florian Höfer.

 


 

Laura Zimmermann komplettiert Hattrick beim Gemündener Triathlon

Laura Zimmermann vom SV Würzburg 05 siegt zum dritten Mal in Folge und komplettiert damit ihren Hattrick. Bei den Herren gewann Tobias Heining (ebenfalls SV Würzburg 05)

Glück im Wetterunglück hatten die Organisatoren des Gemündener Triathlons am Ende doch, weil nur ein kurzer Hagelschauer kurz nach dem Zieleinlauf der schnellsten Athleten die sonst unerwartet guten Bedingungen unterbrach. Bei den Damen setzte sich die 05erin Laura Zimmermann mit einer starken Rad- und Laufleistung klar vor Katrin Volk (RSG Würzburg) und ihrer Vereinskollegin Anine Hell durch. Bei den Herren war etwas mehr Spannung, da die drei Erstplatzierten auf der gesamten Radstrecke Sichtkontakt hatten. So musste Tobias Heining seine Laufstärke ausspielen, um sich entscheidend von Andreas Mergler und dem beim Radfahren stark aufkommenden Jan Diekow (alle SV Würzburg 05) abzusetzen und als Erster über die Ziellinie zu laufen.

Ergebnisliste

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