Unsleber dominiert Hofer Triathlon

Bei seinem ersten Triathlon-Wettkampf 2019 konnte sich Markus Unsleber vom SV Würzburg 05 den Sieg über die Olympische Distanz in Hof sichern.

Schon nach den 1,5 Km Schwimmen im recht welligen Untreusee stieg Unsleber mit der Spitzengruppe aus dem Wasser. Nach den ersten Kilometern auf dem Rad übernahm er die Führung bei sehr windigen und teils regnerischen Witterungsverhältnissen. Bis zum Wechsel in die Laufschuhe baute er seine Führung auf 45 Sekunden aus. Beim abschließenden 10 Km-Lauf auf zwei, teils anspruchsvolle Runden um den See, ließ Unsleber in seiner Parade-Disziplin nichts mehr anbrennen überquerte nach 1:55 Stunden mit fast dreieinhalb Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten als strahlender Sieger die Ziellinie.

Fotograf: Siegfried Günther 


  

 

Julian Müller ist Bayerischer Vizemeister auf der Kurzdistanz

Holzmedaille für Lisa Heinrichs

Schon fast traditionell wurden beim 8. ARGI+ Triathlon in Schongau die Bayerischen Meister der Elite über die olympische Kurzdistanz ermittelt. Mit Julian Müller und Lisa Heinrichs waren zwei Nullfünfer am Start.

Sowohl die Strecke als auch das Regenwetter verlangte viel von den Athleten ab. Zu Beginn war eine 1,5 Kilometer lange Schwimmstrecke im Lech zu bewältigen. Aufgrund der Wassertemperatur von nur knapp 18 Grad durfte die Schwimmstrecke im Neoprenanzug bewältigt werden. Es folgte ein technisch anspruchsvoller 40 Kilometer Radkurs durch die Innenstadt von Schongau und die hügelige Alpenvorlandschaft. Mit Kopfsteinpflaster, vielen Kurven und einigen Bergabpassagen war auf der nassen Fahrbahn Vorsicht geboten, da auf der eh schon schwierigen Strecke zusätzlich noch das Windschattenfahren erlaubt war. Der abschließende 10 Kilometer Lauf führte die Athleten in vier Runden durch die historische Altstadt.

Zuerst fiel der Startschuss für die Männer. Julian Müller stieg mit einer guten Schwimmleistung nach 19:51 Minuten als Sechster aus dem Lech und fuhr die ersten Kilometer alleine, ehe die erste Verfolgergruppe zu ihm aufschloss. Trotz guter Zusammenarbeit beim Radfahren konnte der Abstand zum Führenden und späteren Sieger Michael Ager von Triathlon Grassau nicht verringert werden. Mit einer guten Laufleistung von 35:29 Minuten konnte Müller in der Abschlussdisziplin seine Stärke ausspielen und alle Athleten aus seiner Radgruppe hinter sich lassen. Somit konnte er sich in einer Gesamtzeit von 1:59:45 Stunden über den zweiten Platz bei der Bayerischen Meisterschaft der Elite freuen. Der dritte Platz ging an den Profi Athleten Sebastian Mahr vom SC Delphin Ingolstadt.

Auch Heinrichs gelang mit 23:32 Minuten die sechste Schwimmzeit. Im Laufe des Radfahrens gelang es Heinrichs, zusammen mit ein paar anderen Frauen, sich zu einer kleinen Verfolgergruppe zusammen zu schließen und die vor ihnen liegenden Athletinnen einzusammeln. Lediglich die beiden Lokalmatadorinnen Nina Koller und Kornelia Saal vom Tri-Team Schongau waren schon nach dem Schwimmen weit enteilt und bauten ihren Vorsprung beim Radfahren noch weiter aus. Mit einer soliden Laufzeit von 42:56 Minuten lief Heinrichs hinter den beiden Schongauerinnen und der drittplatzierten Sabrina Harpaintner von racing aloha e.V. zufrieden als vierte Frau mit einer Gesamtzeit von 2:20:25 Stunden über die Ziellinie.

 

Siegerbild Bayerische Meister der Elite der olympischen Kurzdistanz
Fotograf: Siegfried Günther


 

Zweiter Platz für Zimmermann in Gluthitze

Starkes Profi-Feld beim Eberl Chiemsee Triathlon

Nach einem verkorksten Rennen beim Ironman 70.3 in Luxemburg konnte Laura Zimmermann vom SV Würzburg 05 am Chiemsee wieder aufs Treppchen springen. Beim Rennen im Großherzugtum machten Ihr Materialprobleme mental schwer zu schaffen. Auf ihren Social-Media-Accounts verkündete Sie, wie sehr sie sich nach dem Rennen von der Situation hatte herunterziehen lassen „Ich bin von mir selbst enttäuscht, dass ich im Kopf schon zu Beginn des Rennes aufgegeben habe“. Dennoch: Zimmermann biss sich durch, beendete das Rennen und kam als Achte ins Ziel. Schuld war ein klemmender Reißverschluss am Rennanzug, den die Profi-Triathletin infolge dessen nicht mehr tragen konnte.

Fotograf: Tobias Hertfelder

Nach dem enttäuschenden Rennen zwei Wochen zuvor, war insbesondere Aufbauarbeit im familiären Umfeld gefragt. Nach einer Woche stand aber die Entscheidung, die erste Saisonhälfte noch nicht abzuschließen und am Chiemsee zu starten. Renn-Organisator Sven Hindl machte kurzfristig einen Start klar und Zimmermann ging gegen eine starke internationale Konkurrenz an den Start. Dort warteten unter anderem die sechsfache Ironman-Siegerin und zweifache Vize-Weltmeisterin Caroline Steffen oder Weltmeisterin Camilla Pedersen auf sie.

Zu bewältigen galt es eine Strecke von 2 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 20 km Laufen. Bei der achten Auflage des Triathlons am bayerischen Meer war das Profifeld stark wie nie zuvor, wobei besonders die Starterliste der Frauen mit bekannten Namen glänzte. Siegerin wurde in einer überragenden Zeit von 4:07:57 Schweizerin Steffen. Auf Platz drei landete die Britin Chantal Cummings in einer Zeit von 4:19:07.

Fotograf: Tobias Hertfelder

Aufgrund des stark besetzten Rennens stand Zimmermann am Renntag ohne großen Druck und mit dem Ziel „einfach nur das Beste zu geben“, an der Startlinie. Im Vorjahr hatte sie einen Treppchenplatz noch deutlich verpasst. „Bei tropischen Temperaturen zwischen 36 und 38 Grad war die Devise von Anfang an alles zu geben und überall wo es ging Kühlung zu suchen“, erklärte Zimmermann nach dem Rennen. Mitfühlende Anwohner standen an mehreren Stellen mit Gartenschläuchen oder Rasensprengern zur Kühlung bereit, auch aus einigen Feuerwehrhydranten sprudelte das erfrischende Wasser. Trotz der großen Hitze schaffte es Zimmermann, sich mit zunehmender Renndauer immer weiter nach vorne zu arbeiten. Sie stieg als Zehnte aus dem Wasser, konnte aber nach einer soliden Leistung auf dem Fahrrad als Fünfte auf die Laufstrecke gehen. Auch beim Laufen ging die Aufholjagd weiter. Schließlich konnte Zimmermann ihre Laufstärke im Schlussspurt ausspielen. „Einen Kilometer vor dem Ziel sah ich Chantal Cummings und dachte mir ‚Alles oder nichts‘“, erklärt Laura nach dem Rennen, „ich bin überglücklich, dass der Plan aufging und ich noch auf dem zweiten Platz landen konnte.“ Mit einer Gesamtzeit von 4:18:21 verbesserte Zimmermann ihre Zeit auf der Strecke gegenüber dem Vorjahr um knapp zwei Minuten. „Der aktuelle Trainingsstand ist definitiv besser als letztes Jahr“, resümierte sie ihr Rennen zufrieden und Trainer Utz Brenner honorierte das Zurückkommen seiner Athletin nachdem in Luxemburg einiges schief ging. Entscheidend sei nicht die Platzierung, sondern, dass Zimmermann sich so (Anm. d. Red.: für das Rennen) entschieden und die Herausforderung angenommen habe. „Das war der eigentliche Erfolg und es war beeindruckend!“, ließ Brenner vermelden.

 


 

 

Nullfünfer Triathleten seit vier Jahren erstmals wieder auf dem Podium der 2. Bundesliga Süd

Das Damenteam belegt den 7. Platz

Im Rahmen des TenneT POWERTRIATHLONS war die 2. Bundesliga Süd nach 2017 zum zweiten Mal zu Gast im bayerischen Trebgast im Landkreis Kulmbach. Zum dritten Mal mussten die Athleten eine Sprintdistanz von 750 Meter Schwimmen im Trebgaster Badesee, 19 Kilometer Radfahren mit Windschattenfreigabe und eine verkürzte Laufstrecke von 4,4 Kilometer in drei Runden um den See alleine bewältigen, bevor im August und September als nächstes die beiden Teamwettkämpfe in Viernheim und Baunatal folgen werden. Wurde der Wettkampf am vergangenen Wochenende am Rothsee noch von Unwetterwarnungen überschattet, herrschten in Trebgast mit über 35 Grad nun sehr heiße Temperaturen.

Das Podium der Männer von links: SV Würzburg 05 (Markus Klinder, Julian Müller, Sebastian Reinhard, Carl Sommer und Leonhard Lukoschek), Triathlon Team DSW Darmstadt II und RSV Freilassing ESIN Racing.
Foto: Horst Heinrichs
 

Die Würzburger Herren mussten wieder auf einen ihrer Stammkräfte verzichten, da in Grimma zeitgleich die Deutschen Meister der Jugend und Junioren ermittelt wurden, bei welchen Jonas Kreckel an den Start ging. Dafür rückte Sebastian Reinhard in das Zweitliga Aufgebot der Nullfünfer. Wie schon am Rothsee waren Julian Müller, Leonhard Lukoschek und Carl Sommer am Start. Markus Klinder komplettierte das Team nach seinem Ironman am vergangenen Wochenende wieder. Klinder profitierte abermals von seiner Schwimmer-Vergangenheit. Er stieg mit der Spitzengruppe aus dem Badesee und befand sich auf dem Rad von Beginn an in der Führungsgruppe. Lukoschek, Müller und Sommer folgten mit ähnlichen Schwimmzeiten in der ersten Verfolgergruppe. Reinhard reihte sich in die zweite Verfolgergruppe ein. Im weiteren Rennverlauf gelang es Müller und Lukoschek mit einem Teil der Gruppe auf die Führungsgruppe aufzufahren. So formierte sich eine 34 Mann starke Spitzengruppe. Sommer blieb in der ersten Verfolgergruppe und Reinhard musste das Rennen in der zweiten Radrunde aufgrund eines platten Reifens leider vorzeitig beenden. Die Entscheidung fiel also beim Laufen. Hier überzeugte vor allem Lukoschek und erreichte als bester Nullfünfer auf dem 9. Platz das Ziel. Direkt dahinter bestätigte Müller mit einem erneuten TOP 10 Ergebnis seine konstanten Leistungen der vergangenen Wochen. Klinder erreichte einen sehr guten 16. Platz und Sommer schaffte mit dem 42. Platz sein bisher bestes Ergebnis in der 2. Bundesliga in seiner ersten richtigen Triathlon Saison. In der Teamwertung konnten sich die Nullfünfer damit noch einmal verbessern und mussten sich mit dem 2. Platz von 16 Teams nur der Bundesliga-Reserve des Triathlon Team DSW Darmstadt II geschlagen geben.  Den dritten Platz belegte der RSV Freilassing ESIN Racing. Von den fünf Startern werden jeweils die vier besten Athleten eines Teams gewertet, so dass der Platten von Reinhard nicht ins Gewicht fiel (bei den Frauen gehen vier Athletinnen an den Start und die ersten drei kommen in die Wertung). „Die Truppe hat sich sehr gut zusammen gefunden und jeder, der am Start steht, ist heiß auf seinen Einsatz. Die Jungs pushen sich einfach gegenseitig“, kommentiert der Teamleiter Markus Unsleber den großen Erfolg der Würzburger. Der letzte Podiumsplatz für das Männerteam ist bereits vier Jahre her. 2015 gelang in Tübingen zuletzt mit dem 3. Platz der Sprung auf das begehrte Treppchen. In der Tabelle konnten sich die Nullfünfer damit erneut um einen Platz nach vorne schieben und belegen nun den 3. Platz hinter dem Tabellenführer DSW Darmstadt II und dem zweitplatzierten Team Brille 1 KSV Baunatal.

von links: Markus Klinder, Lara Pröschl, Julian Müller, Lisa Heinrichs, Leonhard Lukoschek, Sarah Karollus, Sebastian Reinhard, Eleisa Haag, Carl Sommer
Foto: Horst Heinrichs
 
Die Würzburger Damen mussten ebenfalls mit Anine Hell und Laura Zimmermann auf die beiden Profiathleten im Team verzichten und waren mit Eleisa Haag, Lisa Heinrichs, Sarah Karollus und Lara Pröschl in ihrer jüngsten Besetzung am Start. Pröschl kam in Trebgast erstmals in der 2. Bundesliga zum Einsatz. Als erste Würzburgerin stieg Heinrichs im Mittelfeld aus dem Badesee, dicht gefolgt von Karollus und Haag. Pröschl beendete die erste Disziplin im hinteren Drittel. Auf der ersten Radrunde formierte sich eine zweite große Verfolgergruppe mit 12 Damen, in welcher sich auch Haag und Heinrichs befanden. Karollus und Pröschl schafften nicht den Sprung in eine größere Radgruppe und fuhren die Radstrecke mit einzelnen Athleten der anderen Teams in kleineren Grüppchen. Die Zusammenarbeit in der großen Verfolgergruppe funktionierte nicht gut und so verloren die Athleten viel Zeit auf die Spitzengruppe und auch der Abstand zur ersten Verfolgergruppe wurde etwas größer. Mit soliden Laufleistungen erreichten Haag und Heinrichs noch die Plätze 13 und 14. Karollus gab beim abschließenden Lauf alles und konnte erneut den 24. Platz belegen. Pröschl kam bei ihrem Debüt in der 2. Bundesliga auf den 30. Platz. In der Teamwertung belegten die Würzburger damit den 7. Platz von 9 Teams. Der Sieg ging an das Volllast Tri Team Schongau, vor dem Puma Team TV 1848 Erlangen und dem Team Bad Orb – Gesund im Spessart. „Der Rennverlauf hat uns heute nicht in die Karten gespielt. Die Zusammenarbeit in der Radgruppe ist misslungen. Da haben wir dann keine Chance mehr nach vorne zu kommen, vor allem wenn zusätzlich die Laufstrecke noch zu kurz ist. Für Sarah und Lara war es aber eine gute Möglichkeit Erfahrung in der 2. Bundesliga zu sammeln“, meint die Teamleiterin Lisa Heinrichs. In der Tabelle rutschen die Nullfünfer damit auf den vierten Tabellenplatz ab. „Allerdings sind die Teams noch sehr eng beisammen. Zu Platz 2 und 3 fehlt uns jeweils nur ein Punkt und zum Tabellenführer Bad Orb beträgt der Abstand 3 Punkte. In den kommenden Teamwettkämpfen wollen wir das Podium wieder angreifen. Es ist noch viel möglich“, so Heinrichs weiter.

Würzburger Triathleten in der Bayernliga in Erding erfolgreich

Am 23.06.2019 fand der über Ländergrenzen bekannte Stadttriathlon in Erding statt, im Rahmen dessen auch die Bayerischen Meisterschaften über die olympische Distanz und die zweite Station der Bayernliga ausgetragen wurden. Für den SV Würzburg 05 gingen in der Bayernliga bei den Herren Alexander Feldhaus, Sebastian Reinhard, Andrzej Fuchs und Julian Rappert an den Start. Bei den Damen liefen Julia Hennig, Lara Pröschl, Susanne Meininger und Alena Kolb auf. Zudem vertrat Lea Cagol als Einzelstarterin die Farben des SV Würzburg 05.

Nachdem es am Vorabend heftige Unwetter gegeben hatte, waren die Athleten überrascht und glücklich zugleich, dass quasi mit dem Start des Wettkampfes nahezu ideale Triathlonbedingungen vorherrschten. Es galt, die anspruchsvolle Schwimmstrecke mit Landgang, den 40 Kilometer langen schnellen Radkurs als auch die 10 km lange Laufstrecke zu absolvieren, ehe die Athletinnen und Athleten im Ziel angekommen mit einem Bierglas belohnt wurden.

Das Herrenteam erreichte unter 15 Mannschaften einen ordentlichen neunten Rang. Alexander Feldhaus war mit einer Gesamtzeit von 2h 09 min 33 Sekunden der schnellste Würzburger (Platz 20 in der Bayernliga / 5. Platz Bayerische Meisterschaften AK 25). Kurz darauf folgten Sebastian Reinhard (02:10:00 Std. - Platz 21 Bayernliga / 6. Platz BM AK 25), Andrzej Fuchs (02:12:25 Std. - Platz 29 Bayernliga/ 14. Platz BM AK 30) und schließlich Julian Rappert mit 02:26:52 Std. (Platz 49 Bayernliga / 17. Platz BM AK 25).

von links: Alexander Feldhaus, Julian Rappert, Sebastian Reinhard, Andrzej Fuchs
Foto: Sarah Karollus

Bei den Damen konnte Julia Hennig bei ihrem ersten Triathlon überhaupt das teaminterne Rennen für sich entscheiden (02:34:16 Std. / Platz 17 Bayernliga / 6. Platz BM AK 20). Lara Pröschl mit 02:36:29 Std. (21. Platz Bayernliga / 10. Platz BM AK 20), Susanne Meininger (02:42:46 Std. / 26. Platz Bayernliga / 11. Platz BM AK 30) und Alena Kolb (02:47:46 Std. / 29. Platz Bayernliga / 14. Platz BM AK 20) komplettierten das solide Mannschaftsergebnis, mit dem der siebte Platz unter elf teilnehmenden Mannschaften erzielt werden konnte.

von links: Alena Kolb, Lara Pröschl, Julia Hennig, Susanne Meininger
Foto: Sarah Karollus


 

 

 

 

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