Titelgewinn für die Nullfünfer Frauen in der 2. Bundesliga

Das Herrenteam sichert sich die Vizemeisterschaft

Das hat es in der Vereinsgeschichte noch nicht gegeben. Mit einem Sieg im finalen Wettkampf in Baunatal gewinnen die Nullfünfer Triathletinnen souverän die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Süd und können sich nun Süddeutscher Mannschaftsmeister nennen. Als Tabellenführer mit 3 Punkten Vorsprung auf die Bundesligareserve aus Viernheim sind Sandrine Benz, Vera Nickel, Eleisa Haag und Sarah Karollus zum letzten Wettkampf im hessischen Baunatal gereist. Die Nullfünfer Damen bewiesen abermals, dass sie die Tabelle zurecht anführen und holten den dritten Saisonsieg in insgesamt 5 Wettkämpfen.

In Baunatal mussten die Athleten eine Sprintdistanz mit 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen bewältigen. Jeweils vier Athleten pro Schwimmbahn wurden in 2 Startgruppen bei den Frauen und 3 Startgruppen bei den Männern im 10-minütigem Abstand in das Rennen geschickt. Da nicht alle Athleten gleichzeitig starteten, musste also abgewartet werden bis alle Athleten im Ziel sind, um zu wissen was die jeweilige Zielzeit letztendlich für eine Platzierung bedeutete. Entgegen der Durchführungsbestimmungen der 2. Bundesliga wurden Zeitfahrräder erlaubt und das Windschattenfahren verboten. Die Würzburger Triathletinnen konnten vor allem beim Radfahren und Laufen ihre Stärken ausspielen und den Schwimmrückstand wieder wett machen. Karollus gelang in 35:12 Minuten die schnellste Radzeit aller Frauen. Haag trumpfte in 17:29 Minuten nicht nur mit der schnellsten Laufzeit auf, die Gesamtzeit von 1:05:19 Stunde reichte zusätzlich für ihren ersten Sieg in der 2. Bundesliga. Nur 18 Sekunden hinter Haag (1:05:37 Stunde) machte Vera Nickel, wie schon in Darmstadt, auf Platz 2 den erneuten Würzburger Doppelerfolg perfekt. Sarah Karollus und Sandrine Benz komplettierten das herausragende Ergebnis in einer Zeit von 1:07:41 Stunde und 1:08:05 Stunde auf den Plätzen 5 und 6. „Das ist unser bestes Ergebnis in der 2. Bundesliga seit dem Bestehen des Teams“, freut sich die Teamleiterin Heinrichs über den großen Erfolg. Freiburg belegte Rang 2. Platz 3 ging an die zweite Mannschaft von Viernheim. Würzburg gewinnt mit 97 Punkten die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Süd vor der zweiten Mannschaft aus Viernheim (92 Punkte) und Freiburg (89 Punkte). „Schade, dass es diese Saison keinen Aufsteiger in die 1. Bundesliga gibt. Die Mädels hätten es sich mehr als verdient“, kommentiert die Teamleiterin Lisa Heinrichs. Die Deutsche Triathlon Union (DTU) hat die Auf- und Abstiegsregelung für die Saison 2021 aufgrund der durch die Corona-Pandemie bedingten ungleichen Trainingsbedingungen bezüglich des Schwimmtrainings im Winter ausgesetzt. Die Schwimmbäder sind allerdings schon seit Beginn des Sommers wieder offen. „Die Athletinnen, die in den vergangenen Jahren als schnelle Schwimmerinnen bekannt waren, waren auch in diesem Jahr beim Schwimmen vorne mit dabei. Ganz egal, ob sie im Winter eine Schwimmmöglichkeit hatten oder nicht. Zudem ist die 1. Bundesliga bei den Frauen nicht voll besetzt. Krefeld hat vor der Saison sein Team zurückgezogen und Grießheim ist nur bei einem Wettkampf überhaupt angetreten. So haben sich bei den Frauen in der 1. Bundesliga nur 13 Teams miteinander gemessen. Bei den Herren sind es 16. Wir sind gespannt, ob die DTU das wirklich so belassen möchte“, äußert sich Heinrichs.

Zusätzlich zur Mannschaftswertung wurde in der 2. Bundesliga erstmals eine Einzelwertung der besten Athletinnen durchgeführt. Bei einem Sieg erhält eine Athletin 20 Punkte. Für Platz 2 gibt es 19 Punkte, Platz 3 erhält 18 Punkte bis hin zu Platz 20 mit 1 Punkt. Eleisa Haag konnte mit den Plätzen 5 in Darmstadt, 2 am Rothsee und 1 in Baunatal die Einzelwertung in der 2. Bundesliga mit 55 Punkten für sich entscheiden. Teamkollegin Nickel ist mit 54 Punkten die zweitbeste Athletin der 2. Bundesliga. Platz 3 geht mit 51 Punkten an Theresa Lowinus (Freiburg). Sarah Karollus belegt mit 44 Punkten den 6. Platz.

  

von links: (hinten) Sandrine Benz, Eleisa Haag, Sarah Karollus, Vera Nickel; (vorne) Yannis Hippe, Julian Müller, Carl Sommer, Tobias May, Markus Klinder
Foto: Lisa Heinrichs

Für das Würzburger Herrenteam, vor dem finalen Wettkampf in Baunatal auf Platz 2 liegend, war der Ausgang der Saison fast in trockenen Tüchern. Zu den auf Platz 1 liegenden Herren aus Darmstadt fehlten 4 Punkte, zu dem Team aus Erlangen auf Platz 3 betrug der Vorsprung 8 Punkte. Dennoch wollten die Nullfünfer den Darmstädtern noch einmal Parole bieten und schickten Markus Klinder, Julian Müller, Yannis Hippe, Carl Sommer und Tobias May in das Rennen. Mit Platz 6 gelang Müller nach 57:58 Minuten eine persönliche Bestplatzierung in der 2. Bundesliga. Ihm folgten Sommer (58:43 Minuten) und Hippe (58:50 Minuten) ebenfalls mit Bestleistungen auf den Plätzen 11 und 14. Klinder, der noch mit schweren Beinen von seiner Mitteldistanz in Samorin am vergangenen Wochenende zu kämpfen hatte, belegte nach 59:40 Minuten den 24. Platz. Tobias May blieb mit einer Gesamtzeit von 59:54 Minuten auf Platz 26 ebenfalls noch unter einer Stunde. In der Tageswertung bedeutete dies der 3. Rang hinter den Herren aus Darmstadt und Freilassing. Der Titel in der 2. Bundesliga Süd geht ebenfalls an die Bundesligareserve aus Darmstadt. Die Würzburger Triathleten sichern sich die Süddeutsche Vizemannschaftsmeisterschaft. Platz 3 belegen die Herren aus Erlangen. Jonas Kreckel, in Baunatal nicht im Aufgebot, wurde zudem mit den Plätzen 6 in Darmstadt, 12 am Rothsee und 5 in Nürnberg mit 40 Punkten zum viertbesten Athleten der 2. Bundesliga gekürt. Kilian Bauer und Herbert Enzinger (beide Freilassing) belegten mit 70 und 49 Punkten die Plätze 1 und 2. Das Podium komplettierte Uwe Drescher (Darmstadt) mit 47 Punkten. Auch für die Würzburger Herren bedeutet der 2. Platz im Endklassement das beste Abschneiden in der 2. Bundesliga in der Vereinsgeschichte. Der zweite Platz würde zum Aufstieg in die 1. Bundesliga berechtigen, da Darmstadt bereits ein Team in der 1. Bundesliga hat und somit nicht aufsteigen kann. Wäre da nicht die vom Dachverband ausgesetzte Auf- und Abstiegsregelung. „Das ist extrem bitter sogar mit beiden Teams auf einem Aufstiegsplatz in die 1. Bundesliga zu stehen und nicht aufsteigen zu dürfen. Wir werden alles daran setzten, dass uns dies im kommenden Jahr noch einmal gelingt.“, kommentiert die Teamleiterin Heinrichs.


 

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