Dauerregen und ein geändertes Wettkampfformat

Nullfünfer Triathleten bei der Bayerischen Meisterschaft Elite über die Kurzdistanz in Schongau

Traditionell wurden beim 9. Schongau Triathlon im Allgäu die Bayerischen Meister der Elite über die olympische Kurzdistanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Rad fahren und 10 Kilometer Laufen) ermittelt. Nachdem der Wettkampf im vergangenen Jahr der Corona Pandemie zum Opfer gefallen ist, setzten die Veranstalter vom Tri-Team Schongau alle Hebel in Bewegung, um zumindest die Bayerische Meisterschaft mit einem entsprechenden Hygienekonzept durchführen zu können. Hierfür war eine Anpassung der Radstrecke notwendig, so dass die Athleten fünf kürzere anstatt ursprünglich zwei längere Radrunden absolvieren mussten. Das bedeutete doppelt so viele Anstiege und Kopfsteinpflaster als auf der ursprünglichen Strecke.

von links: Carl Sommer, Julian Müller, Anton Sommer, Lisa Heinrichs
Foto: Wattaneeya Amonsakun
 
 
Duathlon anstatt Triathlon

Der Wettkampf wurde letztendlich genehmigt, allerdings spielte das Wetter nicht mit. Durch den Dauerregen und zu viel Schwemmholz im Lech konnte das Schwimmen nicht durchgeführt werden. Die Rennverantwortlichen entschieden sich kurzfristig für einen Duathlon. Ein 5 Kilometer Lauf durch die Altstadt ersetzte die erste Disziplin. Das geänderte Wettkampfformat spielte den Würzburger Athleten nicht in die Karten.

Julian Müller, Carl Sommer
Foto: Horst Heinrichs

 

5. Platz für Müller und Heinrichs

Die beiden Nullfünfer Julian Müller und Carl Sommer liefen den ersten Lauf Seite an Seite verhalten an und wechselten um Position 30 liegend auf die Rennräder. Beide befanden sich in der ersten Verfolgergruppe. Sommer übernahm viel Führungsarbeit. Beim abschließenden Lauf konnte sich Müller noch auf den 5. Platz (1:33:56 Stunde) vorarbeiten. Sommer erreichte als 19. (1:35:16 Stunde) das Ziel. Sein jüngerer Bruder Anton, der in Schongau seinen ersten Triathlon absolvieren wollte, zeigte beim Duathlon eine gute Leistung. Vor allem im Radfahren konnte er, trotz Windschattenfreigabe, mit der 26. Radzeit überzeugen. In 1:43:16 Stunde belegte er in der Meisterschaftswertung den 57. Platz von 96 Teilnehmern. Den Sieg machten drei Athleten des RSC Kempten unter sich aus. René Höchenberger siegte im Zielsprint in 1:31:22 Stunde vor seinen Vereinskollegen Yannic Baier und Tom Hohenadl.

Lisa Heinrichs
Foto: Horst Heinrichs

 

Lisa Heinrichs hatte eine andere Taktik und versuchte von Beginn an bei den führenden Damen Jana Vollert, Maria Paulig und Heike Uhl dran zu bleiben. Beim Radfahren fuhr Heinrichs die Abfahrten allerdings verhaltener, um keinen Sturz zu riskieren und musste die Gruppe ziehen lassen. Amelie Dornberger schloss zu Heinrichs auf und die beiden fuhren die restliche Strecke gemeinsam. Beim zweiten Lauf musste Heinrichs dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und lief nach 1:51:15 Stunde auf Platz 5 über die Ziellinie. Siegreich war Maria Paulig in 1:45:24 Stunde vom Team Icehouse vor Heike Uhl (CIS Amberg). Den dritten Platz belegte Jana Voller (TG 48 Schweinfurt). 


 

 

 

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