Würzburger Triathleten überraschen die Konkurrenz

Platz 8 bei der Deutschen Meisterschaft im Mixed Relay für die Nullfünfer

Im Rahmen der Finals 2021 werden vom 3.-6. Juni in Berlin und im Rhein-Ruhr Gebiet 140 Deutsche Meistertitel in 18 Sportarten vergeben. Die Würzburger Triathleten durften um den Titel des Deutschen Meisters im Mixed Relay mitkämpfen. Es galt sich dabei unter den 16 besten Triathlon Teams Deutschlands, wie Buschhütten, Potsdam oder Darmstadt, zu beweisen. Das Starterfeld umfasste unter anderem die Olympiateilnehmer Laura Lindemann, Jonas Schomburg und Justus Nieschlag. Die Nullfünfer waren eines von drei Teams, die ein Männer und Frauenteam in der 2. Bundesliga haben und durch gute Leistungen in eben dieser Liga von der Deutschen Triathlon Union für die Meisterschaft nominiert wurden. Alle anderen Teams starten mit mindestens einem Männer- oder Frauenteam in der 1. Bundesliga. Für die Nullfünfer war es das erste Rennen in einem so hochkaratigen Starterfeld und bereits ein großer Erfolg überhaupt für die Meisterschaft nominiert worden zu sein.

Die Mixed Relay ist ein olympisches Staffelformat, bei dem zuerst eine Frau, dann ein Mann, anschließend eine zweite Frau und abschließend ein zweiter Mann eine Distanz von 250m Schwimmen, 5km Radfahren und 1,5km Laufen absolvieren müssen. Die Nullfünfer wollten mit dem bestmöglichen Team an den Start gehen. So wurden die Startplätze einige Wochen zuvor in einem teaminternen Ausscheidungsrennen vergeben. Dies sollte sich auszahlen.

Neuzugang Marielle Bouchti ging als erste Würzburgerin auf die Strecke. Die jüngste Teilnehmerin im gesamten Feld meisterte ihren Start mit Bravour und übergab auf Position 10 liegend auf Jonas Kreckel. „Ich war sehr nervös. Aber mein erster Start für Würzburg hat mir viel Spaß gemacht. Man kann viel von den älteren Athletinnen lernen“, erzählt die 15-Jährige. Kreckel hatte sich beim Aufwärmen kurz vor dem Wettkampf einen Cut am Fuß zugezogen. „Während dem Wettkampf habe ich da aber gar nicht mehr dran gedacht“, meinte Kreckel. Er konnte sich mit guter Laufleistung von seinen direkten Konkurrenten absetzen und übergab auf Platz 8 an Vera Nickel, die ebenfalls das erste Mal im Nullfünfer Dress antrat. Diese hielt die Position und schickte Valentin Hofmann auf die Strecke. Nach dem Schwimmen hatte der Bayern Kader Athlet rund 12 Sekunden Rückstand auf den vor ihm liegenden Thomas Ott vom REA Card Triathlon Team TUS Grießheim. „Den Rückstand wollte ich auf jeden Fall aufholen“, erinnert sich Hofmann. Es gelang ihm die Lücke beim Radfahren zu schließen und auf Platz 7 auf die Laufstrecke zu gehen. Am Ende hatte Ott allerdings doch die Nase vorn und Hofmann überquerte auf Platz 8 liegend nach 1:07:07 die Ziellinie. „Das Team hat unsere Erwartungen mit dem 8. Platz mehr als übertroffen. Wir haben gezeigt, dass wir unter den Teams der 1. Bundesliga mitmischen können und auch in der 1. Bundesliga konkurrenzfähig wären“, freut sich die Teamleiterin Lisa Heinrichs. Deutscher Meister wurde der Seriensieger der 1. Bundesliga das EJOT Team TV Buschhütten. Den Silberrang belegte Triathlon Potsdam. Bronze ging an das Triathlon Team DSW Darmstadt.

Vera Nickel beim Wechsel
Foto: Lisa Heinrichs

Marielle Bouchti SV05 Würzburg
Foto: Petko Beier

Marielle Bouchti, Vera Nickel
Foto: Petko Beier


 

 

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