Heinrichs und Müller starten beim 32. Bergsee Ratscher Triathlon nach einer langen Durststrecke erfolgreich in die verspätete Saison

Die Triathleten hatten unter den Sportlern bisher das große Nachsehen in der Coronapandemie. Während diverse andere Sportarten nach und nach wieder Wettkämpfe bestreiten konnten, herrschte im Triathlon in den vergangenen Monaten Stille. Erst in den letzten Wochen wurde die ein oder andere Veranstaltung genehmigt und durchgeführt. Nachdem alle geplanten Meisterschaften abgesagt und auch die Bundesliga Saison bisher mit virtuellen und dezentralen Wettkämpfen ausgetragen wurde, hofften die beiden für den SV Würzburg 05 startenden Triathleten Lisa Heinrichs und Julian Müller noch auf das ein oder andere regionale Rennen. „Wir haben das ganze Jahr versucht das Beste aus den Bedingungen zu machen und im Training weiter hart gearbeitet. Das möchte man dann gerne einmal im Wettkampf zeigen können“, resümiert Müller die vergangenen Monate. Zunächst standen die Vorzeichen für den Bergsee Triathlon Ratscher in Thüringen gut. Die Veranstalter vom Triathlonclub Suhl hatten ein 11-seitiges Hygienekonzept ausgearbeitet, um den Wettkampf trotz der Pandemie durchführen zu können. Doch dann sperrte das Landratsamt Hildburghausen den See für Veranstaltungen. Aber das Organisationsteam gab nicht auf und erhielt drei Tage vorher letztendlich doch die Genehmigung. „Wir haben nicht mehr damit gerechnet, dass der Wettkampf tatsächlich stattfindet und normal weiter trainiert. Die Vorbereitung in der Wettkampfwoche lief daher nicht nach Plan“, meinte Heinrichs. Dennoch zeigt vor allem Heinrichs eine gute Leistung. Es galt eine Kurzdistanz mit 1,5 Kilometer schwimmen im Bergsee, 40 Kilometer Radfahren und einen anschließenden 10 Kilometer Lauf mit vielen Wendepunkten entlang des Bergsees Ratscher zu absolvieren.

 

Julian Müller
Foto: Horst Heinrichs

 

Heinrichs mit neuer Bestzeit auf Platz 2

Das fehlende Schwimmtraining bedingt durch die geschlossenen Schwimmbäder zu Beginn der Pandemie machte sich bei Lisa Heinrichs in ihrer ohnehin schwächeren Disziplin bemerkbar. Dennoch konnte sie den Rückstand zu ihren Konkurrentinnen gering halten. Mit einer guten Rad- und Laufleistung schaffte Heinrichs nicht nur den 2. Platz im Frauenfeld, sondern in 2:15:52 Stunden auch eine neue Kurzdistanz Bestzeit. „Die Routine hat durch die lange Wettkampfpause gefehlt, aber ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Ich hatte mir einen Podiumsplatz vorgenommen und das hat geklappt. Toll, dass der TC Suhl nicht aufgegeben und so lange gekämpft hat bis die Genehmigung für den Wettkampf in trockenen Tüchern war“, freut sich Heinrichs. Der Sieg ging an Sarah Schönfelder von Triathlon Grassau. Platz 3 belegte Josefine Rutkowski vom Radsportverein Blau-Weiß Meiningen.

Julian Müller zeigt insgesamt eine solide Leistung. „Die Laufleistung passt aber beim Radfahren habe ich mir mehr erhofft“, merkt Müller nach dem Wettkampf an. Mit einer Gesamtzeit von 2:03:25 Stunden und der schnellsten Laufzeit aller Athleten verpasste er das Podium auf dem 4. Platz in einem stark besetzten Feld nur knapp. Platz 1 belegte der Profitriathlet und Lokalmatador Henry Beck vom HSV Weimar, der als einziger Athlet unter der 2 Stunden Marke blieb. Das Podium komplettierte Philipp Widmann (Nonplusultra Esslingen) auf dem 2. Platz. Platz 3 ging an den Profitriathleten Philipp Mock (Eschweger TSV).

Normalerweise würden Heinrichs und Müller im September eine Saisonpause einlegen. Durch den späten Saisoneinstieg steht am kommenden Wochenende für die beiden in Gerchsheim wohnenden Studenten allerdings schon der nächste Wettkampf an. Beim Triathlon Alzenau gehen Heinrichs und Müller über die Sprintdistanz an den Start. „Die Saison hat gerade erst angefangen“, scherzt Müller.

Lisa Heinrichs
Foto: Horst Heinrichs


 

Joomla templates by a4joomla