Norseman - der zweite Ironman innerhalb von 6 Wochen für Andreas Mergler

Der aus Sulzheim stammende und für den SV Würzburg 05 startende Extrem-Sportler Andreas Mergler hat zumindest das sportliche Ziel schon einmal geschafft. Innerhalb von nur sechs Wochen ging er bei zwei Extrem-Triathlons in Schottland und Norwegen über die Ironman-Distanz an den Start. Antrieb zu dieser Höchstleistung ist für ihn auch ein ehrgeiziges Spendenziel.

Mit dieser spektakulären Aktion unter dem Motto „Norseman meets Celtman“ hofft der seit seinem Studium in Würzburg lebende Sportler, bei Sponsoren und Privatspendern 10 000 Euro für die Stiftung von NBA-Basketballer Dirk Nowitzki zusammenzubekommen. Andreas Mergler, der für den SV Würzburg 05 startet, ist seit 20 Jahren einer der erfolgreichsten Triathleten Unterfrankens. Der selbstständige Unternehmensberater und Projektleiter stammt aus einer sehr sportlichen Familie, wenngleich Vater Kurt und Bruder Hannes in ihre Erfolge in erster Linie im Reitsport feierten.

Beim „Celtman Extreme Triathlon“ im schottischen Torridon hatte der 43-Jährige den achten Platz belegt. Nach seinem ersten Start 2009 beim Norseman in Norwegen hatte Andreas Mergler noch eine Rechnung offen. Denn damals wollte es beim Radfahren nach dem Schwimmen nicht richtig für ihn laufen. Erst beim Laufen kam er buchstäblich wieder in die Gänge.

Diesmal kam der Würzburger nach elf Stunden und 40 Minuten als 17. ins Ziel ins Ziel, gut eineinhalb Stunden schneller als 2009 – ausgepumpt, aber zufrieden. Die Leistung ist umso höher zu bewerten, als Mergler noch den „Celtman“ in den Knochen stecken hatte. Dazwischen lagen gerade einmal sechs Wochen, um sich zu erholen und auf den nächsten Extrem-Triathlon vorzubereiten. Nicht umsonst steht der Norseman Xtreme Triathlon auf einer Liste der härtesten Triathlons in der Welt ganz oben (www.zehn.de): Fjorde, Hochebene, Ziel auf über 1800 Metern Höhe. Es gilt, extreme Höhen- und Temperaturunterschiede zu überwinden.

Dieses Jahr fand der Norseman zum zehnten Mal statt. Zum Jubiläum gab es deshalb sogar zwei Rennen mit jeweils 250 Teilnehmern an den zwei Tagen. Durch sein Ergebnis von 2009 (Platz 13) rutschte Andreas Mergler in die „Elite“-Gruppe der Top-50 am zweiten Tag. Ein Vorteil in seinen Augen: „Denn es ist immer motivierend, wenn man die ganzen Favoriten um sich herum weiß.“

Der Wettbewerb begann kurz vor fünf Uhr morgens mit einem Sprung von einer Fähre ins 14 Grad kalte Wasser des Hardanger-Fjords. Nach etwas mehr als 57 Minuten entlang der Küste in Richtung Eidfjord stieg Andreas Mergler als 15. aus dem Wasser und aufs Rad. Obwohl er bis dahin dicht hinter der Spitze lag, musste der Unterfranke am letzten Berg nach einem „Hänger“ abreißen lassen. Da es in 1100 Metern Höhe empfindlich kühl und regnerisch geworden war, hatte er sich entschieden, nicht unnötig Reserven zu vergeuden.

Beim abschließenden Laufen warteten seine beiden Betreuer aus Würzburg, Laura Zimmermann und Florian Höfer, die ebenfalls für den SV Würzburg 05 starten, alle zwei Kilometer mit Cola, Wasser, Energie-Drinks und Gels. Auf dem letzten Teilstück war dann wie beim Celtman aus Sicherheitsgründen ein Begleitläufer Pflicht. Der Pfad ist hier zunächst moosig und matschig und geht später in einen gerölligen Untergrund über. Aber all die Strapazen vergisst man schnell, wenn man nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen und 11:40 Stunden als 17. im Ziel auf dem Gaustatoppen, mit 1883 Meter höchster Berg Südnorwegens, ankommt.

 

 

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