Erfolgreiches Saison-Finale in der Bayernliga

Beide Mannschaften vom SV Würzburg 05 landen in Beilngries auf dem Podest.

Am vergangenen Wochenende starteten die Athleten vom SV Würzburg 05 beim letzten Rennen der Bayernliga in Beilngries. Das Rennen wurde als Teamwettkampf ausgetragen. Innerhalb des Teams war es also erlaubt, sich in allen drei Disziplinen gegenseitig zu unterstützen. Gewertet wurde die Zeit des jeweils dritten Starters. Das Schwimmen fand im nur knapp 18 Grad kühlen Main-Donau-Kanal. Insgesamt verließen alle Würzburger Starter das Wasser im vorderen bis mittleren Feld und begaben sich auf die sehr wellige Radstrecke. Julius Jähn, Andreas Lassauer und Andrzej Fuchs konnten im Anschluss zu dritt gemeinsam in die Laufschuhe wechseln. Marcus Wieser folgte mit etwas Abstand und das Team beendete das Rennen hinter den Mannschaften von der TG 48 Schweinfurt und dem Gealan Tri Team IfL Hof auf dem dritten Gesamtplatz, was in der Summe aller vier Wettkämpfe den sechsten Tabellenplatz bedeutete.

Bei den Mädels sortierte sich die Mannschaft noch einmal neu, nachdem Johanna Lotz Und Susanne Meininger gemeinsam auf die Laufstrecken gingen, folgten Faye Wagenbrenner und Raphaela Schmitten mit etwa zwei Minuten Rückstand. Diesen galt es möglichst schnell aufzuholen, um möglichst zu dritt das Ziel zu erreichen. Nach zweieinhalb Kilometern fand der Zusammenschluss statt. Durch die starke Laufleistung zum Rennende konnten die Damen das Rennen auf dem zweiten Platz beenden. Sieger wurden die Damen des TSV Altenfurt, auf Platz drei landete das  Gealan Tri Team IfL Hof. In der Gesamttabelle bedeutete das gute Abschneiden im letzten Rennen den fünften Tabellenplatz.

Vorne von links nach rechts: Susanne Meininger, Johanna Lotz, Faye Wagenbrenner, Raphaela Schmitten
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inten von links nach rechts: Marcus Wieser, Andreas Lassauer, Andrzej Fuchs, Julius Jähn

Foto: Markus Meininger


 

 

Lukoschek qualifiziert sich für Langdistanz-WM

Beim Ironman in Zürich konnte sich Leonhard Lukoschek vom SV Würzburg 05 für die Triathlon Langdistanz-WM auf Hawaii qualifizieren.

Nachdem er im Vorjahr die Qualifikation verpasst hatte, ging er mit ambitionierten Zielen in den Wettkampf: „Spaß haben, den Sprung aufs Altersklassen-Podium, eine Gesamtzeit unter neun Stunden, davon den abschließenden Marathon unter drei Stunden“, meinte Lukoschek vor dem Rennen. Bei strömendem Regen kam Lukoschek nach dem 3,8 km-langen Schwimmen bereits nach 54 Minuten aus dem Zürisee. Die erste Hälfte des insgesamt 180 km-langen Rad-Teils absolvierte er noch zu defensiv und fiel somit auf den zwölften Platz in seiner Altersklasse zurück. Für Lukoschek, der für den SV Würzburg 05 auch in der zweiten Bundesliga startet, war das das Zeichen, seine Watt- und Pacevorgaben über den Haufen zu werfen und Gas zu geben. Der Taktik-Wechsel rächte sich im abschließenden Marathon, bei dem Lukoschek mit einem Krampf zu kämpfen hatte. Dieser Zwang ihn zu einer längeren Dehn-Pause. Dennoch konnte er den Marathon in beachtlichen 3:03 h absolvieren. In seiner Altersklasse landete Lukoschek auf dem fünften Platz. Da zwei Teilnehmer auf den Plätzen vor ihm auf den Startplatz bei der WM verzichteten, löste Lukoschek das ersehnte Ticket nach Hawaii.

Foto: Louisa Lukoschek

Foto: Louisa Lukoschek


 

 

Nullfünfer triumphieren bei den Deutschen Altersklassen Meisterschaften im hohen Norden

Mit vier Gold-, zwei Silber- und einer Bronzemedaille im Gepäck kehren die Würzburger zurück

Der 8. GEWOBA City Triathlon lockte viele Triathleten in den Norden von Deutschland. Zum ersten Mal wurden in Bremen die Deutschen Meister der Altersklassen über die Sprintdistanz ermittelt. Unter den 202 Teilnehmern befanden sich gleich sieben Nullfünfer. Im Europahafen galt es zuerst 750 Meter in einem Viereckskurs im 23 °C warmen Wasser zu schwimmen. Anschließend mussten die Athleten auf zwei Runden insgesamt 20 Kilometer durch die Überseestadt auf einer flachen und schnellen, aber sehr windanfälligen Strecke mit dem Rad bewältigen. Danach folgte ein 5 Kilometer Lauf entlang der Weser und wieder zurück zum Europahafen.

Die weite Anreise hat sich für die Nullfünfer mehr als gelohnt. Zuerst fiel der Startschuss für die Männer. Wie bereits bei den Deutschen Altersklassen Meisterschaften über dieselbe Distanz im vergangenen Jahr konnte der ehemalige Schwimmer Markus Klinder nach der ersten Disziplin zunächst die Führung übernehmen. Auch beim Radfahren und Laufen zeigte der frisch gebackene zweifache Deutsche Militärmeister gute Leistungen und musste sich in der Gesamtwertung nach 1:00:37 Stunden nur dem Sieger Alexander Brennecke vom SV Nienhagen geschlagen geben und sicherte sich in der Altersklasse TM25 die Deutsche Vizemeisterschaft. Julian Müller wechselte nach einem soliden Schwimmen auf dem 9. Platz liegend auf das Fahrrad und startete beim Radfahren und Laufen mit seiner Aufholjagd. Nach 1:00:37 Stunden lief er Hand in Hand mit seinem Teamkollegen Klinder über die Ziellinie und konnte sich in der TM20 zudem seinen ersten Deutschen Meistertitel seiner Triathlonlaufbahn sichern. Yannis Hippe spielte beim Radfahren seine Stärke aus und verpasste mit 1:02:13 Stunden den Bronzerang der TM20 nur um 18 Sekunden. In der Gesamtwertung schaffte er mit dem 9. Platz aber noch den Sprung in die TOP 10. Carl Sommer kam bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft nach 1:04:03 Stunden auf einem beachtlichen 10. Platz in der TM20 (26. Gesamtrang) ins Ziel. Julius Jähn nutzte den Wettkampf verletzungsbedingt als verspäteten Saisoneinstieg. Mit dem 13. Platz in der TM20 und dem 30. Platz von allen Männern in einer Zeit von 1:05:31 Stunden zeigte auch er eine gute Leistung. Durch die starken Einzelleistungen konnten sich Klinder, Müller und Hippe zudem in der Teamwertung der TM16/20/25 den Deutschen Meistertitel sichern.

Auch die beiden Würzburger Damen Eleisa Haag und Lisa Heinrichs konnten je eine Medaille mit nach Hause nehmen. Heinrichs zeigte sich im Schwimmen weiterhin verbessert und stieg bereits auf Platz 6 liegend auf ihr Fahrrad. Beim Laufen konnte sich die Titelverteidigerin der TW25 noch auf den 4. Gesamtrang vorschieben und sich nach 1:08:46 Stunde in diesem Jahr über die Silbermedaille in der TW25 freuen. Haag gelang ebenfalls ein gutes Rennen. Vor allem im Laufen konnte sie wieder einige Plätze gut machen und lief nach 1:11:02 Stunden als 9. Frau in der Gesamtwertung über die Ziellinie. Damit sicherte sie sich in der TW20 die Bronzemedaille.

 
 
Zeitgleicher, gemeinsamer Zieleinlauf von Markus Klinder und Julian Müller (beide Platz 2 Gesamtwertung)
Foto: Horst Heinrichs
 
 
Yannis Hippe, Markus Klinder und Julian Müller bei der Siegerehrung Teamwertung TM16/20/25
Foto: Horst Heinrichs

 

 
von links: Julius Jähn, Lisa Heinrichs, Carl Sommer, Markus Klinder, Yannis Hippe, Eleisa Haag und Julian Müller
Foto: Horst Heinrichs
 


 

Anine Hell Zweite an der Ostsee

Die gebürtige Schleswig-Holsteinerin Anine Hell, die seit fünf Jahren für den SV Würzburg 05 startet, belegte am vergangenen Wochenende den zweiten Platz im Mitteldistanz-Rennen im Rahmen des Ostseeman in Glücksburg. „Es ist wirklich eine wunderschöne Stimmung hier. Die Veranstaltung ist sehr persönlich und familiär organisiert“, schwärmt Hell von ihrem Heimat-Rennen, „beim Ostseeman sind die Athleten der Lang-und Mitteldistanz dem Publikum sehr nah und Jeder kennt hier Jeder“. Auch ist es ein Triathlon in seiner ursprünglichen Form: Massenstart ins Meer, eine kurvig, anspruchsvolle Radstrecke und Laufrunden mit verschiedenen Passagen, die gut navigiert werden müssen.

Hell ging als Favoritin ins Rennen und wurde mit einer Zielzeit von 4:24:00 Stunden zweite Dame in der Gesamtwertung. Zusammen mit Profi-Kollegin Leonie Konzcalla aus Hamburg deklassierte sie den Rest der Konkurrenz nach dem Laufen deutlich. „Leider habe ich meine Beine erst nach 50 km Renndistanz gefunden. Leonie hat auf dem Rad gewaltig Druck gemacht und im Laufen damit nicht aufgehört. Dennoch bin ich sehr zufrieden mit meinen Leistungswerten, die ich im Vergleich zur Mitteldistanz am Walchsee in Tirol Anfang Juli nochmals verbessern konnte. Außerdem freut es mich, dass so viele tolle Frauen diesem Sport mit derartigen Ambitionen nachkommen in meiner Heimat“, freut Hell sich nach dem Rennen. Die Konkurrentinnen Hell und Konczalla treffen am 18. August beim Allgäu Triathlon bereits wieder aufeinander und werden sich sicherlich wieder ein heißes Rennen um die Podestplätze liefern.

Foto: Momme Hell 


 

 

Zimmermann mit Streckenrekord in Frankfurt

Nach einer nur kurzen Verschnaufpause seit ihrem letzten Rennen, ging es für die Profi-Triathletin Laura Zimmermann in die Vorbereitungen, und somit konzentriertes Langdistanztraining für die zweite Saisonhälfte. Nach einem Umfangblock mit kurzer Erholungsphase war für die für den SV Würzburg 05 startende Triathletin das Rennen über die Mitteldistanz beim Frankfurt City Triathlon eine gute Standortüberprüfung, die ihren Trainer Utz Brenner und die Sportlerin sehr positiv stimmen.

Zu bewältigen waren 2 km Schwimmen im Langener Waldsee, 80 km Radfahren, wobei viermal eine relativ flache Strecke von 20 km gefahren werden musste und 20 km Laufen (vier abwechslungsreiche, stimmungsgeladene Runden von jeweils fünf km durch die Innenstadt Frankfurts). Der City Triathlon Frankfurt findet mit verschiedenen Distanzen seit 2010 jährlich statt und erfreut sich mit mittlerweile 2.500 Teilnehmern zunehmender Beliebtheit.

Bei idealen Wetterbedingungen hatte Laura Zimmermann einen guten Tag erwischt. „Ich fühlte mich das ganze Rennen über gut,“ meinte die Triathletin vom SV Würzburg 05 nach dem Rennen und „richtig zufrieden war ich diesmal mit meiner Schwimmleistung.“ Das intensivierte Freiwasser-Training machte sich bezahlt. So konnte sie mit einer Zeit von 00:31:51 die Abstände auf die bekannt sehr starken Schwimmerin Anna-Lena Pohl und Natascha Schmitt verringern und stieg als Vierte mit knapp unter vier Minuten auf die Führende aus dem Wasser. Noch besser lief es dann beim Radfahren. Bereits nach 25 km hatte sich Laura auf Platz eins vorgearbeitet und konnte die zu dieser Zeit in Führung liegende Anna-Lena Pohl überholen. Nach einer überragenden Leistung auf dem Fahrrad mit einer Zeit von 1:55:44 h und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 40 km/h ging sie schließlich als Führende mit einem guten Puffer von 6:30 Minuten auf die abschließende Laufstrecke. Auch beim Laufen ließ sie nicht locker, schaffte die schnellste Laufzeit von 1:18:39 h und brachte den Sieg mit einer Gesamtzeit von 03:52:08 h und neuem Streckenrekord sicher ins Ziel. Zweite wurde Anna-Lena Pohl mit einer Zeit von 03:58:07 h, Dritte Lisa Gerß mit 04:00:25 h.

Nach einer zweiwöchigen Erholungspause nach dem Langdistanz-Rennen beim Ironman Austria mit nur leichtem Training zur aktiven Erholung, lief es für Zimmermanns Vereinskollegen Lukasz Wojt nicht ganz so optimal. „Trotz einem Ironman, vier Mitteldistanzen und zwei olympischen Triathlons innerhalb der vergangenen 11 Wochen lief das Rennen in Frankfurt eigentlich recht solide“, resümierte Wojt sein Rennen, „nur konnte ich in allen drei Disziplinen nicht vom vierten in den fünften oder gar sechsten Gang schalten, was wohl ein Zeichen ist, dass der Körper doch noch nicht wieder ganz frisch ist.“ Dennoch stand für Wojt nachher ein sehr guter zweiter Platz zu Buche. Beim Schwimmen kam Wojt bereits nach 23:08 Minuten aus dem Wasser und konnte auch beim Rad-Teil in Führung bleiben. Erst beim abschließenden Lauf musste er die Führung an den späteren Sieger Horst Reichel (3:29:10 h) abgeben. Wojt kam in 3:30:20 h nur 50 Sekunden nach Reichel ins Ziel. Das Podium komplettierte Marc Eggeling (3:33:23 h).

Foto: Marcel Hilger


 

 

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